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Brandenburg

Urlaub 2010

25. September, Brandenburg

Potsdam, Havelbucht und Breite Straße

Potsdam

Kurz vor dem Ende unseres Urlaubs machte Volker noch mal einen Abstecher in die Breite Straße. Der Ausflug begann an der Neustädter Havelbucht.
Die bedeutendsten Gebäude an der Havelbucht sind das Restaurant Seerose (oben links) und eine Moschee, die keine ist. (oben rechts).
Die Seerose bietet eine wohltuende Abwechselung im Einerlei der Plattenbauten.

Was aussieht wie eine maurische Moschee ist in Wirklichkeit ein getarntes pumPumpenhaus. Hier wird das Wasser aus der Havelbucht zu den Fontänen auf dem Luisenplatz und im Park von Sanssouci gepumpt. Eine Moschee wurde gewählt, weil sich in deren Minarett der Schornstein der damals größten Dampfmaschine Deutschlands am besten verbergen ließ.

Hinter dem Info-Zeichen gibt es mehrt Informationen über die Moschee und die Havelbucht.
Seit 1683 verbindet die Breite Straße das Stadtzentrum mit dem westlichen Teil der Stadt. Unter verschiedenen Namen war die Straße immer eine der Hauptmagistralen Potsdams Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges endete die Straße am . Das Tor wurde im Krieg zerstört und 1973 wurde ein Teil der Havelbucht zugeschüttet, um die Breite Straße weiter nach Westen ausbauen zu können.

Der einzige überlebende Teil des Neustädter Tores ist ein Obelisk aus dem Jahre 1753 (oben links). Er wurde 1981 wieder nahe seines ursprünglichen Standortes aufgestellt. Viele Architekturschätze dieser Straße gingen im Krieg verloren, aber viele andere überdauerten oder wurden restauriert. Darunter befinden sich das Ständehaus (oben mitte), die Vorfront des Reit- und Exerzierstalls (oben rechts) und die Hiller-Brandschen Häuser (unten links und rechts). Neben diesen steht ein kleines Haus, das für sich in Anspruch nimmt, Potsdams ältestes Gebäude zu sein, obwohl von der Originalstruktur aus dem Jahre 1674 nur noch die Büste des Großen Kurfürsten (unten mitte) übrig ist.

Der größte barocke Komplex in der Straße (und wahrscheinlich das größte Barockensemble der Stadt) besteht aus vier Häusern und gehört einer Stiftung, die einst 1724 vom Soldatenkönig Friedrich Wilhelm gegründet und nach ihrer Auflösung 1918 im Jahre 1992 wiederbelebt wurde. Fast 200 Jahre lang, von 1724 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, beherbergte das Große Militärwaisenhaus die Kinder gefallener preußischer Soldaten. Zu einigen Zeiten lebten hier bis zu 1500 Kinder.

Das Hauptgebäude wird von einer Caritas genannten Statue gekrönt. die Originalstatue verschwand gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und es wird gemunkelt, daß sie eingeschmolzen wurde, um aus ihrem Kupfer einige der letzten Patronen des Krieges zu gfertigen.
Im Jahre 2004 wurde anläßlich der Instandsetzung der Gebäude eine Kopie der Originalstatue am originalen Ort wiedererrichtet.
Caritas (oben links) ist nun wieder ein wichtiger Teil des Potsdamer Stadtbildes.
Wir habe weit mehr über diese Straße, als wir auf eine Seite packen können. Hinter dem Info-Zeichen gibt's mehr.

Inmitten all der historischen Gebäude steht ein 25 Meter langes Mosaik mit dem Titel "Der Mensch Bezwingt den Kosmos." Aber selbst diese Darstellung ist inzwischen historisch (und steht dementsprechend unter Denkmalschutz) - stammt sie doch aus einer Zeit, zu der, zumindest in Potsdam und Umgebung, all die tapferen Weltall-Eroberer aus der Sowjetunion kamen.

Mehr zu dem Mosaik könnt ihr hinter dem oben stehenden Info-Zeichen erfahren.

Das Potsdamer Rechenzentrum mit dem Mosaik steht heute da, wo einst die berühmteste von Potsdams verlorenen Kirchen Stand, die Garnisonkirche, erbaut 1732. Die Kirche brannte anch dem britischen Bombenangriff von 1945 aus und wurde 1968 auf Weisung der DDR-Behörden abgerissen.
Wir haben der Garnisonkirche eine Extraseite gewidmet. Mit einem Klick auf das Info-Zeichen gelangt Ihr dorthin.
Am letzten Tag stellte Steffen uns dann noch einen ganz anderen Teil von Potsdam vor.
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Rechts geht es zum Hiroshimaplatz.


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